Bewerbung für Spielstätten/Veranstaltungsorte zu den PAF Programmreihen 2020

Für eine Bewerbung auf einen Programmbeitrag beim Performing Arts Festival Berlin 2020 bitten wir alle Spielstätten/Veranstaltungsorte, dieses Online-Formular vollständig bis zum 1. Dezember 2019 auszufüllen und abzuschicken.
Künstler*innen ohne Spielstätte/Veranstaltungsort können sich nicht bewerben, ausgenommen sind Arbeiten im öffentlichen Raum und Site-Specific Kunst.
In diesen Fällen bitten wir darum, das Formular nicht auszufüllen, sondern sich direkt an die unten genannte E-Mail Adresse zu wenden.
Weitere Informationen und Hinweise finden sich in den FAQs. Fragen beantworten wir ebenfalls gerne unter programm [at] performingarts-festival.de.

Veranstalter*in/Vertragspartner*in

Mit diesen Angaben bereiten wir den Vertrag zur Teilnahme am Festival vor. Mehr Informationen zur Rolle der/des Veranstalter*in/Vertragspartner*in finden sich in den FAQs

Adresse der/des Veranstalter*in/Vertragspartner*in

Spielstätte/Veranstaltungsort

Falls abweichend zur Veranstalter*in/zum Vertragspartner*in bitte angeben.

Kontaktperson

Nur auszufüllen, falls abweichend zur Veranstalter*in/zum Vertragspartner*in. Diese Kontaktperson gilt als Ansprechpartner*in für alle Anfragen, die sich im Laufe der Festivalvorbereitungen ergeben. Falls hier keine weitere Kontaktperson genannt wird, gilt der Kontakt des Vertragspartners/der Vertragspartner*in als Ansprechpartner*in für alle weiteren Anfragen.

Kontaktperson Ticketing

Nur auszufüllen, falls es eine abweichende Kontaktperson für das Ticketing gibt.

Beitrag für das Programm


 
Ich/wir bewerbe mich verbindlich mit folgendem Beitrag zum künstlerischen Programm 2020.

Auswahl der Programmreihe

Folgend finden sich alle Programmreihen des Performing Arts Festival Berlin 2020. Wir bitten darum, sich für ein Themenfeld zu entscheiden, in der die eingereichte künstlerische Arbeit gezeigt werden soll.

Programmreihen
Klimawandel, politischer Rechtsruck, die Zerstörung von Lebensräumen, die Entthronung des privilegierten weißen Mannes samt heteronormativer Vorstellungen von Lebens- und Liebeskonzepten, Braunkohlebagger vor der Tür: Bedrohte Welt ist Alltag! Die Performing Arts analysieren sie, denken sie, dokumentieren sie, appellieren ausgehend von ihr, rufen auf, schwören gegen sie ein, schreiben, tanzen ... treiben sie auf die Bühne oder in den öffentlichen Raum. In diesem Themenfeld sind alle Arbeiten aufgehoben, die sich wachen Auges mit sozio-politischen Fragestellungen (in) einer gefährdeten Welt beschäftigen.
Unsere Wahrnehmung ist eine Konstruktion und die Konstruktion wiederum subjektiv, Ergebnis ihrer Zeit und unseres Bewusstseins. Zu wenig Konstruktion(en) sind bisher verbreitet, zu wenig Geschichte(n) geschrieben, zu wenig Alternative(n) gedruckt worden. Kampf! – oder Erschütterung dem, was Neues verhindert und ein anderes Denken unserer Welt blockiert. Wir suchen in diesem Themenfeld Positionen, die sich den unerhörten und ungehörten Perspektiven widmen, die Vergangenheit, Gegenwart und/oder Zukunft anders denken und das Aktuelle ebenso wie das Vergangene neu erzählen, bewerten, deuten. Within this topic, we are searching for positions that are dedicated to outrageous perspectives and perspectives that have gone unheard that think about the past, present and/or future differently and provide a new narrative, reassess and reinterpret current events as well past ones.
Was passiert, wenn Stadtraum und -gesellschaft neu gedacht werden? Berlin, die Stadt, die wie keine andere in Deutschland Geschichte atmet, die ihre Schönheit durch die Architektur verschiedener (politischer) Systeme gewinnt und ehemals Freiräume, also freie Räume hatte, ist stickig geworden. Es wird eng auf dem Mietmarkt, und der Raum für nicht kommerzielle oder alternativ ausgerichtete Initiativen wird immer knapper. Wie (zusammen) überleben in der Berliner Luft der Gegenwart? Resignation ist keine Alternative für Kunst-Positionen einer freien Szene, die geradezu alle Orte der Stadt für ihre Projekte nutzt. Raumgreifende Positionen stehen im Mittelpunkt dieses Themenfeldes.
Die Menschen in der U-Bahn im permanenten Monolog mit ihren Handys, der alte Mann, der in seine Wohnung tot vor sich hin modert, der Neuangekommene, der durch die Straßen irrt, die allein erziehende Mutter, die sich durch den Sumpf der Bürokratie kämpft, der Obdachlose mit seiner Geschichte und seinem eigenwilligen Geruch. Der Schlag in den Boxsack, der Schrei aus dem Fenster, der verpufft. Gemeinsam einsam. Fluch und Wahl. Leid, das besungen, betanzt, beschrieben, zelebriert, aber auch aktiv angegangen werden kann. Stay on your own, have fun and join the duet by myself. Positionen dazu sucht dieses Themenfeld.
Technologien, Algorithmen und Digitalisierung bestimmen heute mehr denn je unser Leben. Online Plattformen wissen, was wir bestellen möchten, kennen unsere Freund*innen, lesen unsere Emails, virtuelle Sprachassistenten beraten und belauschen uns und das geliebte Smartphone ist Bankkarte, Kommunikationstool, Wecker und vieles mehr in einem. Die Übertragung von menschlichen Fähigkeiten auf Maschinen und Roboter bildet eines der größten Experimentierfelder unserer Zukunft. Die Frage, wo der Mensch aufhört, die Maschine anfängt oder nicht eh schon vom Cyborg, dem 'mehr als' Menschmaschine gesprochen werden muss, wird in der Gesellschaft divers diskutiert. Die Ansichten, ob die Zukunft mit der Entwicklung von Technologien der Beginn eines besseren Lebens für die Menschheit bedeutet und bahnbrechende Entwicklungen zu mehr Partizipation von aktuell Exkludierten führen können, oder der Mensch vielmehr am Beginn einer dystopischen Ära steht, in welcher er alsbald von einer Superintelligenz dominiert wird, stehen sich gegenüber. Künstlerische Positionen zu Posthumanität, Digitalisierung und der Frage wie, wann und auf welche Weise ein jeder/eine jede mit Objekten und nicht-humanen Entitäten kommuniziert sind hier zu verorten.
Money makes the world go round – stimmt für all jene, die es haben, es verwalten oder darüber entscheiden. Nicht aber für jene, die es brauchen, nicht haben und aus verschiedenen - strukturellen - Gründen auch nicht bekommen. Dass ein Flachbildschirm-Fernseher schneller und sicherer durch die Welt kommt, als ein Mensch, der sein Heimatland verlassen musste, um woanders (s)ein Leben zu machen, hat am Ende immer mit Wirtschaft, Ausbeutung und der ungleichen Verteilung von Kapital zu tun. Dass ein alter Mann die Staatsmacht inne hat, ohne die Kunst des Regierens zu beherrschen, liegt unter anderem an seinem finanziellen Kapital und der damit einhergehenden Macht. Dass wir gestresster sind vom Gedanken unseren Job zu verlieren, als vom Wissen um all die Menschen, die in Berlin aktuell ohne festen Wohnsitz und Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind, ist Folge eines auf Geld und Wohlstand basierenden Gesellschaftssystems des Ausschlusses. Abgesang, Kampfansage, erschütterte Ergebenheit - in diesem Themenfeld können künstlerische Positionen verortet werden, die sich mit der strukturellen Macht von Kapital/Kapitalismus beschäftigen.
Uploadvoraussetzungen
Geplante Aufführungstermine (Veranstaltungen sollten in der Regel im Zeitraum von 11 Uhr bis 24 Uhr (Vorstellungsende) geplant werden.)
weitere Elemente
Genre
Unterkategorie
Diese Produktion ist
Ist die Veranstaltung kostenpflichtig

Rechtliche Zustimmungen

Hiermit bestätige ich, dass ich die Hinweise und Informationen in den FAQs gelesen habe und zur Teilnahme berechtigt bin.
Ja, ich bin einverstanden damit, dass meine Kontaktdaten (Name und E-Mail) den akkreditierten Fachbesucher*innen des Festivals in einer Liste zur Verfügung gestellt werden. (optional)
Ich bin einverstanden damit, dass die Angaben in diesem Formular bei Teilnahme am Festival in Teilen redaktionell bearbeitet und in den Materialien (z.B. Programmbuch) und online (Webseite) veröffentlicht werden.
Ich bestätige außerdem, dass ich mich stets im Rahmen meiner Möglichkeiten um faire Produktionsbedingungen sowie eine faire Entlohnung der Künstler*innen, deren Arbeiten ich präsentiere, und meiner Mitarbeiter*innen bemühe.

Hiermit bestätige ich, dass ich über alle Rechte zur Veröffentlichung der eingegebenen Daten verfüge. Wir behandeln alle uns überlassenen Daten mit Sorgfalt und Respekt und verwenden sie ausschließlich zur Durchführung (Auswahlprozess, Bewerbung/Ankündigung, Koordination und Dokumentation) des Festivals. Mit dem Einsenden des Formulars räume ich dem LAFT Berlin kostenfrei die dafür erforderlichen Rechte ein.

Mehr zu unseren Datenschutzrichtlinien ndet sich hier.

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